Ausbildung zur Bestattungsfachkraft: Inhalte, Dauer und Bewerbung

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft gibt es seit 2003. Sie hat den Beruf professionalisiert und ist heute der wichtigste Einstieg ins Bestattungswesen. Hier erfährst du, was dich erwartet.

Dauer und Aufbau

Die Ausbildung dauert drei Jahre und läuft dual:

  • Ausbildungsbetrieb: In einem Bestattungsinstitut arbeitest du von Anfang an mit.
  • Berufsschule: Hier lernst du die theoretischen Grundlagen, oft im Blockunterricht.
  • Überbetriebliche Lehrgänge: Praktische Inhalte werden zusätzlich geschult, etwa im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt.

Was du lernst

  • Beratungsgespräche mit Angehörigen führen
  • Bestattungsarten, Fristen und rechtliche Vorgaben
  • Formalitäten bei Standesamt, Friedhof und Behörden
  • Hygienische Versorgung, Einkleidung und Einsargung Verstorbener
  • Planung und Durchführung von Trauerfeiern
  • Überführungen, auch ins Ausland
  • Friedhofsarbeiten wie das Vorbereiten von Gräbern
  • Kaufmännische Grundlagen und Kalkulation

Voraussetzungen

Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Wichtig sind Einfühlungsvermögen, ein ruhiges und gepflegtes Auftreten, körperliche Belastbarkeit und innere Stabilität. Ein Praktikum vor der Bewerbung hilft dir und dem Betrieb, herauszufinden, ob der Beruf passt.

Vergütung

Die Ausbildungsvergütung legt der Betrieb fest. Sie steigt mit jedem Ausbildungsjahr, mindestens gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Frag im Bewerbungsgespräch offen nach, auch nach Zuschlägen für Bereitschaftsdienste.

Nach der Ausbildung

Als ausgebildete Bestattungsfachkraft hast du sehr gute Chancen, denn viele Betriebe suchen Personal. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Bestattermeister weiterbilden. Was Fachkräfte verdienen, zeigt unser Gehaltsreport.

Tipps für die Bewerbung

  1. Mach vorher ein Praktikum, das zeigt echtes Interesse.
  2. Begründe im Anschreiben ehrlich, warum dich der Beruf anspricht.
  3. Nenne Erfahrungen mit Menschen in schwierigen Situationen, etwa aus Pflege oder Ehrenamt.

Mehr Tipps gibt es im Artikel Bewerbung als Bestatter und im kostenlosen Bewerbungs-Guide.

Fazit

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ist vielseitig und bietet einen sicheren Beruf mit Sinn. Freie Ausbildungsplätze findest du unter Ausbildung.

Aktuelle Bestatter-Jobs

Alle Jobs →

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft?

Drei Jahre. Mit Abitur, Vorbildung oder sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Gesetzlich ist kein Abschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten einen guten Hauptschulabschluss, häufig wird ein mittlerer Abschluss bevorzugt.

Wo finden die überbetrieblichen Lehrgänge statt?

Ein wichtiger Ort ist das Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt. Dort lernen Auszubildende praktische Inhalte wie hygienische Versorgung und Friedhofsarbeiten.

Job-Alarm · kostenlos

Keinen neuen Bestatter-Job mehr verpassen

Wir benachrichtigen dich, sobald passende Stellen erscheinen – kein Spam, jederzeit abbestellbar.