Bestatter werden: Ausbildung, Quereinstieg und Voraussetzungen

Bestatter begleiten Menschen in einem der schwersten Momente ihres Lebens. Der Beruf ist anspruchsvoll, sinnstiftend und krisensicher. Viele Bestattungsinstitute suchen dringend Personal, und es gibt mehrere Wege in den Beruf.

Weg 1: Ausbildung zur Bestattungsfachkraft

Der klassische Weg ist die dreijährige duale Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Du arbeitest im Bestattungsinstitut, besuchst die Berufsschule und nimmst an überbetrieblichen Lehrgängen teil, etwa im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt.

In der Ausbildung lernst du unter anderem:

  • Gespräche mit Angehörigen führen und beraten
  • Bestattungen und Trauerfeiern organisieren
  • Verstorbene hygienisch versorgen und einkleiden
  • Formalitäten bei Standesamt, Friedhof und Behörden erledigen
  • Gräber vorbereiten und Friedhofsarbeiten ausführen

Mehr Details liest du im Artikel Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Freie Plätze findest du unter Ausbildung.

Weg 2: Quereinstieg

Da der Beruf nicht geschützt ist, stellen viele Betriebe auch Quereinsteiger ein. Gute Voraussetzungen bringen Menschen aus Pflege, Rettungsdienst, Hospiz, Handwerk, Floristik oder dem Kundenservice mit. Häufig beginnt der Einstieg als Bestattungshelfer, später folgt die Qualifizierung. Mehr dazu im Artikel Quereinstieg ins Bestattungswesen.

Weg 3: Meister und Führung

Mit Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung ablegen. Bestattermeister leiten Filialen, bilden aus oder übernehmen ein eigenes Institut. Mehr dazu im Artikel Bestattermeister werden.

Persönliche Voraussetzungen

Fachwissen lässt sich lernen. Entscheidend sind persönliche Stärken:

  • Einfühlungsvermögen: Trauernde brauchen Ruhe, Respekt und Verständnis.
  • Innere Stabilität: Der Umgang mit dem Tod und mit belastenden Situationen gehört zum Alltag.
  • Organisationstalent: Viele Termine und Beteiligte müssen in kurzer Zeit koordiniert werden.
  • Körperliche Belastbarkeit: Überführungen und Trauerfeiern sind auch körperliche Arbeit.
  • Flexibilität: Todesfälle richten sich nicht nach Bürozeiten.

Lohnt sich der Beruf?

Die Branche ist krisensicher, der Bedarf steigt, und viele Betriebe suchen Nachfolger. Was Bestatter verdienen, zeigt unser Gehaltsreport.

Fazit

Bestatter wirst du über die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft oder als Quereinsteiger mit Einfühlungsvermögen. Aktuelle Stellen findest du in unserer Jobbörse.

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Häufige Fragen

Ist Bestatter ein geschützter Beruf?

Nein, die Berufsbezeichnung Bestatter ist in Deutschland nicht geschützt. Seit 2003 gibt es aber die anerkannte Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, die heute als Standard gilt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die duale Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahre. Danach ist die Weiterbildung zum Bestattermeister möglich.

Welche Eigenschaften brauche ich als Bestatter?

Einfühlungsvermögen, innere Stabilität, Organisationstalent, ein gepflegtes Auftreten und die Bereitschaft, auch abends und am Wochenende zu arbeiten.

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