Bereitschaftsdienst im Bestattungsinstitut: Regeln und Vergütung

Wer im Bestattungswesen arbeitet, kennt ihn: den Anruf in der Nacht. Weil Menschen zu jeder Uhrzeit sterben, haben fast alle Bestattungsinstitute Bereitschaftsdienste.

Rufbereitschaft oder Bereitschaftsdienst?

Rufbereitschaft: Du bist zu Hause oder unterwegs, aber erreichbar und musst innerhalb einer vereinbarten Zeit einsatzbereit sein. Das ist im Bestattungswesen die übliche Form.

Bereitschaftsdienst: Du hältst dich an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort auf. Diese Zeit zählt arbeitsrechtlich als Arbeitszeit.

Was zählt als Arbeitszeit?

Bei der Rufbereitschaft zählt die reine Erreichbarkeit grundsätzlich nicht als Arbeitszeit. Sobald du zu einer Abholung gerufen wirst, beginnt die Arbeitszeit. Sind die Vorgaben so streng, dass du deine Freizeit kaum gestalten kannst, kann die Bewertung anders ausfallen.

Ruhezeiten

Nach dem Arbeitszeitgesetz brauchst du nach der täglichen Arbeitszeit grundsätzlich elf Stunden Ruhe. Ein nächtlicher Einsatz unterbricht diese Ruhezeit. Gute Betriebe regeln, wie das ausgeglichen wird, etwa durch einen späteren Arbeitsbeginn am nächsten Tag.

Vergütung

Üblich sind:

  • eine Pauschale pro Bereitschaftstag
  • die Vergütung der tatsächlichen Einsätze
  • Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit

Wie sich das auf das Einkommen auswirkt, zeigt unser Gehaltsreport.

Fragen für das Vorstellungsgespräch

  1. Wie oft bin ich in Bereitschaft?
  2. Wie viele Kollegen teilen sich die Dienste?
  3. Wie hoch ist die Pauschale, und wie werden Einsätze bezahlt?
  4. Wie häufig kommt es tatsächlich zu nächtlichen Abholungen?

Fazit

Bereitschaft gehört im Bestattungswesen dazu. Achte auf faire Vergütung und eine gute Verteilung im Team. Aktuelle Stellen findest du in unserer Jobbörse.

Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung.

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Häufige Fragen

Warum gibt es im Bestattungswesen Bereitschaft?

Todesfälle passieren rund um die Uhr. Kliniken, Pflegeheime und Angehörige brauchen auch nachts und am Wochenende einen Ansprechpartner für die Abholung.

Ist Rufbereitschaft Arbeitszeit?

Die reine Erreichbarkeit zählt grundsätzlich nicht als Arbeitszeit, Einsätze dagegen schon. Bei sehr kurzen Reaktionszeiten kann die Bewertung anders ausfallen.

Wie wird Bereitschaft bezahlt?

Üblich sind Pauschalen pro Bereitschaftstag und die Vergütung der Einsätze, oft mit Zuschlägen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit.

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